Speaker #0Du spielst eine Rolle und die nicht auf einer Bühne, sondern in deinem echten Leben. Diese starke Frau, die Unternehmerin, die Mutter, auf die alle zählen, und die Partnerin, die hier einfach nur funktioniert. Diese Rollen haben dir etwas gegeben. Struktur, Anerkennung. Aber genau da liegt das Problem, denn du hast aufgehört, dich zu fragen, ob diese Rollen wirklich deine sind und angefangen, diese Rollen zu schützen, um dich zu schützen. Du weißt ganz genau, was du willst. Du musst dich halt entscheiden. Ich bin Anna-Karina Hausacker und das hier ist Return to Yourself. Ein Podcast für Frauen, die nicht mehr wissen, wie sie sein sollen, aber sehr genau spüren, dass das Leben so nicht mehr stimmt. Keine Methoden, keine Antworten, nur der Raum, endlich auszusprechen. Ich beobachte das immer wieder. Frauen, die vor einer Entscheidung stehen und trotzdem sich nicht entscheiden. Und nicht, weil sie nicht wissen, was sie wollen, sondern weil sie genau wissen, dass diese Entscheidung ihre Rollen, die sie in ihrem Leben leben, zerstören würde. Und genau das ist der eigentliche Grund für das Zögern. Nicht die Unklarheit oder der falsche Zeitpunkt, die fehlenden Informationen. Denn, sind wir ehrlich, du weißt alles, was du missen musst dafür. Und du weißt das. Und du weißt das schon eine Ewigkeit. Die Frage war nur, was passiert nach dieser Entscheidung? Was passiert mit dieser starken Frau? wenn sie zugibt, dass sie nicht mehr kann? Was passiert mit der Unternehmerin, wenn sie ihr Business schließt oder verkleinert? Was passiert mit der Mutter, wenn sie sich selbst an erster Stelle stellt und nicht die Ausnahme ist? Nicht als Urlaub oder einmal im Jahr, sondern wirklich dauerhaft sie als oberste Priorität setzt. Und das sind keine kleinen rhetorischen Fragen. Das sind die Fragen, die dich nachts wann wach halten. Das sind diese Fragen, die dich wirklich beschäftigen. Denn die echte Angst ist nicht, dass du die falsche Entscheidung triffst. Die echte Angst ist, wer bin ich danach? An deinen Rollen hängt nämlich meistens mehr als du dir eingestehst. Menschen, die dich kennen. Ein Leben, das darauf aufgebaut ist. Eine Identität, die nach außen hin wunderschön ausschaut. Als der perfekte Mensch. Und auch, wenn du das schon lange nicht mehr bist, hältst du diese Fassade aufrecht, weil du Angst hast, dass irgendjemand erkennt, wer du wirklich bist. Und weil so viel an diesen Rollen hängt, bewachst du sie mit deiner Zeit, deiner Energie und jeder einzelnen Entscheidung, die du triffst oder hinauszögerst. Und Das ist jetzt kein Vorwurf. Ich sage dir das, weil ich genau weiß, was es bedeutet, diese Fassade aufrechtzuhalten. Wie viel Energie dich das kostet, wie viel Arbeit es ist, dieses Leben zu führen, obwohl du es gar nicht möchtest. Denn diese Rollen entstehen ja nicht aus Schwäche. Sie entstehen aus der Verantwortung, aus Liebe, aus den Entscheidungen, die du irgendwann einmal getroffen hast. Denn du bist stark geworden, weil jemand stark sein musste. Und du hast dann funktioniert. Weil Funktionieren die klügste Strategie in diesem Moment war. Du hast deine Emotionen weggedrückt, weil du wusstest, dass diese Emotionen dich zerstören würden. Und das war wichtig, denn sie haben dich hierher gebracht. Aber Rollen können sich festsetzen. Sie können von einem Mittel zum Zweck zu einer wirklichen Mauer werden. Einer Mauer, die du selbst gebaut hast und die du selbst bewachst. Irgendwann hält sie dich nicht mehr vor dem, was sie dich schützen soll, sondern irgendwann muss diese Mauer einbrechen. Sie hält dich nämlich davon ab, dahin zu gehen. wo du wirklich hin willst. Das ist der Punkt, an dem so viele Frauen aufhören, sich selbst zu hinterfragen. Bin ich das noch? Soll ich neu anfangen? Und so sagen sie meistens, so bin ich halt. Aber so bin ich halt, ist nicht die Wahrheit. Es ist Kapitulation der eigenen Wünsche. Und ich will dir etwas sagen, das wahrscheinlich sehr unbequem ist. Ein sicheres Leben ist kein erfülltes Leben. Sicherheit und Erfüllung sind zwei verschiedene Dinge. Die meisten von uns verwechseln das jahrelang. Sicherheit fühlt sich verdammt an. traut an. Sie sagt dir, was morgen kommt. Sie ist vorhersehbar und dein Nervensystem liebt es, vorhersehbar zu sein. Selbst dann, wenn dir das Vorhersehbare absolut gar nicht gut tut. Denn unser Körper ist dafür gemacht, sicher zu sein. Er muss sich sicher fühlen. Und sicher ist etwas Gewohntes, egal ob es ihm gut tut oder nicht. Und gleichzeitig hörst du aber diese eine Stimme in deinem Kopf. Und die hörst du, wenn du ehrlich bist, schon eine ganze Weile. Denn hier bin ich nicht mehr. Das erfüllt mich nicht mehr. Du hast... Diese Stimme, wahrscheinlich lange überdünnt, mit Arbeit, Beschäftigungstherapie, mit dem nächsten Ziel, den nächsten Schritten, aber die Stimme, die ist mittlerweile lauter geworden. Nicht, weil du schwächer bist, sondern Weil du ehrlicher geworden bist. Die Erschöpfung, die du spürst, hat oft weniger mit Überlastung zu tun, als mit dieser Diskrepanz. Dem Auseinanderklaffen zwischen der Frau, die du nach außen scheinst, und der Frau, die du innerlich spürst, die du sein könntest. Diese Lücke kostet dich unfassbar viel Kraft. Jeden Tag, jede Minute und jede Sekunde siehst wie ein kleines Leck in einem Eimer, der ganz langsam täglich deine Energie rauslässt. Und diese Kraft fehlt dir dann an den echten Stellen. An denen, wo du sie wirklich brauchst. Die Entscheidung, die du vor dir herschiebst, meine Liebe, ist keine Entscheidung über dein Leben. Sie ist eine Entscheidung über deine wahre Identität. Darüber, wer du sein darfst, was du dir erlaubst und was du bereit bist loszulassen. Und das ist der eigentliche Grund, worum es dir so schwerfällt. Nicht weil die Entscheidung kompliziert wäre, sondern weil sie wahrhaftig ist. Ich frage dich deshalb jetzt ganz direkt, welche Rolle schützt du gerade auf Kosten von dir selbst? Nicht als Übung, nicht als Denkaufgabe, als ernst gemeinte Frage. wo du dir selbst deine Antwort geben darfst.