Speaker #0Wie sollen wir wachsen können, wenn wir immer nur nach vorne schauen, wenn wir immer nur das sehen, was wir nicht sehen können? Und wie können wir wirklich wachsen, ohne dass wir darüber nachdenken oder reflektieren? was wir in unserem Leben alles schon erreicht haben. Darüber geht es in der heutigen Episode und ich wünsche damit einfach viel Spaß. Du musst heute noch nicht wissen, wie es in deinem Leben weitergeht. Es reicht vollkommen aus, dass du in dir spürst, dass dein Leben so nicht mehr stimmt. Ich bin Anna-Karina Hausacker und das hier ist Return to Yourself, der Podcast für Frauen, die ihr Leben wieder als ihr eigenes erleben wollen. Viel zu oft in unserem Leben haben wir... eine Art Drang, immer wieder das Beste aus uns rauszuholen. Wir haben einen Drang, immer wieder das Gute in uns zu sehen und das Schlechte irgendwie hinten anzustellen oder einfach zu verdrängen. Und auch ich bin, ehrlich gesagt, sehr, sehr, sehr gut darin, die schlechten Dinge in meinem Leben einfach zu ignorieren. Warum? ich glaube, das ist menschlich, dass wir schlechtere Dinge oder Dinge, die nicht uns ins beste Licht rücken, gerne unter den Tisch kehren. Aber wenn wir das Ganze betrachten als eine Art holistisches, ganzheitliches Wesen und Sein oder wie auch immer wir das jetzt nennen, Wir sind schwarz und weiß und was hat das Ganze jetzt mit Identity und Purpose-Findung zu tun? Eigentlich ist es der Grundstein, denn ich bin in dieser Woche ein bisschen, wie soll ich sagen, so nachdenklich reflektiert, weil in dieser Woche, also am 19. Oktober 2018, also vor 8 Jahren, hat mein Leben begonnen, sich komplett neu zu ordnen. Was in diesen acht Jahren alles passiert ist, dass andere Menschen erleben das in zehn Jahren wahrscheinlich nicht einmal, was einfach nur in diesen acht Jahren. alles passiert ist. Angefangen von einer Unternehmensinsolvenz bis zu einer Privatinsolvenz, bis zu Herausforderungen mit meinen Kindern, bis zur Alkoholsucht, bis zur Besiegung dieser Sucht, bis zum Aufhören des Rauchens, gleichzeitig der extremen Gewichtsabnahme, einer kompletten Ernährungsumstellung, einer kompletten Umstellung meines ganzen Lebens. Und das, währenddessen ich selbst ein Business aufgebaut habe. Und das, währenddessen ich in einer Depression war, in einem Burnout war, in einem Zustand war, in dem ich persönlich nicht einmal wusste, was ich am Nachmittag tue. Und ich froh darüber war, das Badezimmer zu putzen. In dieser Zeit... habe ich Dinge geschaffen, die noch andere Menschen für unmöglich hielten, die andere Menschen für nicht lebensfähig hielten. Und doch habe ich es durchgezogen. Und mir wurde das so bewusst, weil ich es aufs Datum gesehen habe. Und dann habe ich mir nur gedacht, haben wir eigentlich wann? Haben wir erstens aufgehört, den Moment mehr zu genießen? Wann haben wir angefangen, immer nur nach Zielen zu jagen und den aktuellen, präsenten Moment zu ignorieren? Und warum sind wir so gehetzt den ganzen Tag? Ich liebe es, Menschen zu beobachten und für mich gibt es absolut nichts Schöneres, als zu sitzen und... Dinge zu beobachten, egal ob das Menschen sind, ob das Vögel sind, ob das einfach in dem Moment zu sein und den Moment präsent wahrzunehmen. Das ist eine Leidenschaft von mir geworden. Und wenn ich da so sitze und so beobachte, merkst du eigentlich erst, wie die Menschen ständig und immer unser... Zeitdruck sind und unter Zeitstress sind. Und reflektiere das Ganze mal kurz mit mir gemeinsam auf dein Leben. Wann hast du das letzte Mal wirklich dir Zeit genommen? Und wenn es nur 10 Minuten sind, dir Zeit genommen? mit einer Tasse Kaffee, Tee, Kakao, wie auch immer und hast einfach nur beim Fenster rausgesehen. Hat man ja früher so gemacht. Oder dich einfach einmal zu Kaffee und Kuchen verabredet. Hat man ja früher so gemacht. Ohne Live-Calls, ohne Zoom-Calls. sondern einfach physisch mit Kuchen bei der Freundin am Nachmittag vorbeigeschaut und gesagt, lass uns ein bisschen reden. Diese zwischenmenschlichen Aktionen sind seit 2019 komplett verloren gegangen. Und mir ist es am Anfang gar nicht so aufgefallen, weil ich ja die Online-Welt eigentlich liebe. Aber dieses Zwischenmenschliche, diese Energien, die man braucht, um sich geborgen zu fühlen, um sich echt zu fühlen, um wieder sich selbst mehr reflektieren zu können, die sind komplett verloren. Die gibt es nicht mehr. Alles wird nur mehr als Content reproduziert, egal was man macht. Man muss ein Foto machen, man muss das hochladen. Man muss, man muss, man muss, man muss, aber wann muss man eigentlich wieder sich selbst lieben, sich selbst den Respekt erweisen, für sich Zeit zu haben, sich selbst wieder annehmen. Wann beginnen wir wieder uns selbst ernst zu nehmen? Und wenn ich das Ganze so auf die Identität und auf das spiegle, was wir in unserem Leben wollen. Früher wussten wir, was wir wollen. Heute ist es ein inneres Gefühl, das wir haben, dass etwas nicht stimmt. Aber wir können es nicht benennen, weil wir von den Medien, von den Massen so konditioniert wurden, ständig und immer abgelenkt zu werden, dass wir nach innen schauen können, dass wir schauen können, was wir wirklich wollen, wie wir wirklich leben wollen, wie wir unseren Tag gestalten möchten. Und so hetzen wir von einer Routine zur anderen Routine, von einem Ritual zum anderen Ritual, alles auf schnell, schnell, schnell, damit es ja gemacht ist. Dann machen wir wieder hier ein Reset, dann gibt es da wieder einen Glow-Up, dann gibt es dort wieder eine Putzroutine, dann gibt es da wieder. Aber wann gibt es die Routine, dich einfach am Nachmittag für eine Stunde hinzusetzen, aus dem Fenster zu sehen und an keine einzige Aufgabe zu denken? Und ja, das mag in unserer Zeit. eine lange Zeitspanne sein, weil wir es gewohnt sind, in Millisekunden Entscheidungen zu treffen. Aber weißt du was? Unser Körper ist dafür nicht ausgelegt, diese andauernde Spannung zu tragen. Unser Körper muss entspannen. Er muss sich lockern. Er muss Einfach einmal den Ballast abwerfen. Und was ist dabei? Sich eine halbe Stunde, und wenn du am Tag mit fünf Minuten beginnst und das einfach täglich um eine Minute steigerst, dich hinzusetzen und einfach einmal aus dem Fenster schaust und dich nur mit dem beschäftigst, was da draußen passiert. Jetzt nicht auf Chachi, sondern ganz objektivfrei, wertfrei. Einfach nur mal schaust. Ah, dort hüpft ein Vögelchen. Schau, wie lieb das hüpft. Ah, da rennt ein Salamander vorbei. Frau Huber, geht wieder mal ihre Runde. Das ist Awareness. Das ist das, was definitiv auf dieser Welt verloren gegangen ist. Denn Dir fällt dann als erstes auf, dass Frau Huber nicht mehr vorbeigeht und vielleicht machst du dir dann Sorgen und vielleicht kümmerst du dich dann auch und schaust, warum sie nicht hier ist. Denn wenn wir uns immer nur um uns selbst kümmern, wer kümmert sich dann um uns, wenn es uns nicht gut geht? Wer kümmert sich dann um uns, wenn wir mal Hilfe benötigen? Wir brauchen keine Therapeuten, wir brauchen keine Therapien. Wir brauchen wieder echte Nachbarschaft. Und das heißt jetzt nicht, dass ich jetzt jeden Tag mit jemandem reden muss. Das heißt einfach nur, wir brauchen wieder echtes Zusammenleben. Und das funktioniert recht gut, wenn du jeden Tag fünf Minuten aus dem Fenster schaust und die Welt beobachtest. Und der schöne Nebeneffekt dabei ist... glaube ich, der wichtigste, den du im Moment gerade hast, du kommst zur Ruhe. Dein sogenanntes Nervensystem kann sich entspannen, du kannst reflektieren währenddessen, du kannst Gedanken führen, denn desto mehr Zeit du mit dieser Arbeit verbringst, desto Mehr Raum gibst du deinem Körper loszulassen. Und wenn du deinem Körper die Zeit gibst loszulassen, erst dann kann er dir helfen, deine Entscheidung richtig zu durchdenken. Denn von heute auf morgen kannst du dein Leben nicht ändern. Dein Körper. Dein Verstand muss die Konsequenzen wissen und er muss bereit sein, die Konsequenzen einzugehen, weil ansonsten war es nur ein Versuch, der nach zwei Tagen wieder verloren gegangen ist. Er muss die Konsequenzen bereit sein zu durchbrechen, sie in Kauf zu nehmen Und das kann er nur dann, wenn er nicht mehr in Alarmbereitschaft ist. Wenn er nicht mehr ständig und immer dieses Leben leben muss, das von einem Punkt zum anderen Punkt hetzt. Deswegen, wenn du wirklich zur Ruhe kommen willst und eine Entscheidung treffen musst, weil du in deinem Leben... unglücklich bist, dann setz dich heute fünf Minuten hin, am besten mit einem Nachmittagskaffee, Tee, Kakao, wie auch immer und schau einfach einmal aus dem Fenster und beobachte, wie wundervoll unsere Welt eigentlich ist, wie wundervoll die Natur ist. Wie? Welche Fülle? uns die Natur widerspiegelt. Und wenn du erkennst, dass alles auf dieser Welt einzigartig ist und trotzdem seinen Platz hat, dann wirst du erkennen, dass deine Entscheidung auch nur ein Teil dieser Fülle auf dieser Welt ist. Und falls du eine Hilfe benötigst, die Entscheidung mit den Konsequenzen durchzudenken, dann habe ich ein kleines Angebot für dich. Es heißt Decision. 90 Minuten gemeinsam mit mir aus dem Fenster zu schauen, zu reflektieren, den Raum zu haben, auszusprechen. was du schon so lange aussprechen möchtest und dann die Entscheidung zu treffen, die du bereit bist, den Konsequenzen zu wagen. Und wenn sonst nicht, wünsche ich dir jetzt noch eine schöne Woche. Wir hören uns nächstes Mal und bis dann. Bei Return to Yourself, deine Anna-Karina.