Speaker #0Vielleicht fehlt dir nicht die Klarheit, vielleicht fehlt dir nur der Mut, die Konsequenzen dessen zu tragen, was du längst weißt. Denn manchmal ist die Entscheidung längst gefallen, wir sprechen sie einfach nur nicht aus. Du musst heute noch nicht wissen, wie es in deinem Leben weitergeht. Es reicht vollkommen aus. dass du in dir spürst, dass dein Leben so nicht mehr stimmt. Ich bin Anna-Karina Hausacker und das hier ist Return to Yourself. Der Podcast für Frauen, die ihr Leben wieder als ihr eigenes erleben wollen. Es ist lange her, dass wir uns gehört haben. Eine unfreiwillige Sommerpause hat mich auf neue Wege geführt und die Ereignisse der letzten Wochen haben dazu beigetragen, dass du und ich heute wieder hier zusammenfinden und ich freue mich wahnsinnig darauf, dieses neue Kapitel mit dir gemeinsam zu gehen, denn ich dachte zunächst, diese Pause würde mich aufhalten, dass sie mich aus meinem eigenen Rhythmus bringt. dass ich danach wieder dort anknüpfen müsste, wo ich aufgehört hatte. Aber heute weiß ich, dass diese Pause etwas sichtbar gemacht hat, dass ich wahrscheinlich schon viel länger gespürt habe, aber mich nicht selbst nicht getraut hatte, es auszusprechen. Und vielleicht kennst du das. dass du im Grunde längst weißt, was sich verändern muss, dass diese Entscheidung persönlich vielleicht schon gefallen ist. Aber solange du sie nicht aussprichst, du so tun kannst, als wäre noch alles offen. Und genau darüber möchte ich heute mit dir in dieser Episode sprechen. Über Entscheidungen. die wir nicht treffen, obwohl wir ihre Antwort längst in uns tragen, über dieses Eigenartige dazwischen. Du weißt, dass du nicht weitermachen willst, aber du weißt, vielleicht auch noch gar nicht, wie sich das Neue anfühlen soll, wie es aussieht. Du spürst, dass sich etwas in dir verändern muss. Aber du findest noch viel zu viele Gründe, weshalb gerade jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, etwas zu verändern. Kommt dir das bekannt vor? Du sagst dir, du brauchst noch mehr Klarheit, ein Gespräch, ein Zeichen oder noch ein paar Wochen, um es genau für dich herauszufinden. Vielleicht möchtest du auch erst abwarten, wie sich die Situation entwickelt. Vielleicht hoffst du, dass sich das Problem von selbst löst oder dass jemand anderes eine Entscheidung trifft, damit du sie nicht treffen musst. Aber manchmal fehlt uns genau in diesem Moment nicht die Klarheit. sondern es fehlt uns der Mut, die Konsequenzen unserer Klarheit zu tragen. Wir sprechen oft davon, dass Entscheidungen schwer sind. Aber ich glaube, die Entscheidung selbst ist häufig gar nicht das Schwerste. Das Schwerste ist das, was nach der Entscheidung kommt. Was passiert? Wenn du aussprichst, dass du in deiner Beziehung nicht mehr glücklich bist? Was passiert, wenn du zugibst, dass der Beruf, in dem du so lange gearbeitet hast, nicht mehr zu dir passt? Was passiert, wenn du nicht länger diejenige sein möchtest, die immer allem zustimmt? Was passiert? Wenn du Nein sagst, obwohl... alle mit deinem Ja gerechnet haben? Was passiert, wenn andere Menschen deine Entscheidung nicht akzeptieren? Vielleicht werden sie enttäuscht sein. Vielleicht versuchen sie, dich umzustimmen. Vielleicht erinnern sie dich daran, wie gut du es doch eigentlich hast. Vielleicht halten sie dich für undankbar, egoistisch. Oder inkonsequent. Und vielleicht ist genau das der Grund, weshalb du deine Entscheidung noch immer wie eine offene Frage behandelst. Nicht, weil du die Antwort nicht kennst. Sei ehrlich zu dir. Sondern, weil du weißt, dass deine Antwort etwas verändern wird. Eine innere Entscheidung. fühlt sich immer laut und eindeutig an. Manchmal gibt es keinen großen Moment, in dem du plötzlich alles klar ist. Manchmal zeigt sich nur in kleinen Dingen, was möglich ist. Du führst den Gedanken immer wieder dasselbe Gespräch. Du stellst dir vor, wie es wäre, wenn du nicht mehr in dieser Situation wärst. Du spürst Erleichterung bei dem Gedanken, etwas loszulassen und bekommst unmittelbar die größte Angst, die du dir vorstellen kannst. Du erzählst verschiedenen Menschen dieselbe Geschichte und hoffst, dass dir endlich jemand eine andere Antwort gibt. Du suchst ständig nach neuen Informationen, obwohl keine davon wirklich etwas an diesem Gefühl ändern kann. Du bist müde, obwohl du objektiv vielleicht sogar weniger tust als früher. Du wirst gereizt, sobald jemand von dir erwartet, wieder der zu sein, der du nicht sein willst. Manchmal sagt unser Körper schon viel früher Nein, während der Kopf noch versucht, dieses Ja wirklich zu begründen. Es bedeutet nicht, dass jedes unangenehme Gefühl automatisch ein Zeichen dafür ist, dass du gehst oder alles verändern musst. Nicht jede Unsicherheit ist innere Wahrheit. Nicht jede schwierige Phase braucht diese radikale Entscheidung. Aber wenn derselbe Gedanke immer und immer wieder kommt, wenn sich dieselben Enge über Monate oder vielleicht sogar Jahre vor dir her... zeigt und sich spürt, dann lohnt es sich nicht nur darüber nachzudenken, wie du dieses Gefühl loswerden könntest, es lohnt sich zuzuhören. Vielleicht sagst du ja, dass du noch nicht weißt, was du möchtest. Aber wenn dich jemand fragen würde, was du tun würdest, Wenn niemand enttäuscht wäre, was wäre dann deine Antwort? Was würdest du tun, wenn du dich nicht mehr rechtfertigen müsstest? Wenn Geld für einen Moment keine Rolle spielen würde, wenn niemand deine Entscheidung bewerten könnte, wenn du nicht... beweisen müsstest, dass dein bisheriger Weg falsch war, um einen neuen einschlagen zu dürfen? Welche Antwort wäre dann da? Vielleicht möchtest du nicht wirklich wissen, was richtig ist. Vielleicht möchtest du wissen, wie du das Richtige tun kannst, ohne dass es weh tut. Ohne jemanden zu enttäuschen. etwas zu verlieren ohne der Unsicherheit oder die Möglichkeit, später festzustellen, dass du dich vielleicht doch geirrt hast. Aber ich bin ehrlich zu dir, diese Garantie gibt es nicht. Und ich glaube fest daran, genau dort bleiben so viele Menschen von uns hängen. Wir warten oft auf eine Form, von Klarheit, die jede konsequent verschwinden lässt. Wir wollen eine Entscheidung, die sich nicht wie eine Entscheidung anfühlt. Eine Tür, durch die wir gehen können, ohne eine andere hinter uns zu schließen. Aber nichts zu entscheiden, fühlt sich zunächst sicher an. Solange du nicht aussprichst, musst du nichts verändern. Du kannst weiter funktionieren, deinen Alltag aufrechterhalten. Du kannst nach außen vermitteln, dass alles in Ordnung ist. Aber auch das Nichts entscheiden ist eine Entscheidung. Du entscheidest damit jeden Tag noch einmal. für den bisherigen Zustand. Und der Zustand, der hat einen Preis. Vielleicht verlierst du Energie, vielleicht schläfst du schlechter. Vielleicht bist du körperlich anwesend, aber innerlich schon lange nicht mehr da. Vielleicht bist du viel zu hart mit dir selbst, weil du denkst, du müsstest dich endlich entscheiden und wissen, was du willst. Vielleicht ziehst du dich zurück aus Angst, in einem ehrlichen Gespräch etwas auszusprechen, das du danach nicht mehr zurücknehmen kannst. Oder du beginnst, dich selbst nicht mehr ernst zu nehmen. Du spürst ein Nein und sagst trotzdem Ja. Du kennst deine Grenze und überschreitest sie bewusst. Du hörst deine eigene Stimme und erklärst ihr immer wieder, weshalb sie gerade die Unvernünftige ist. Und irgendwann geht es nicht mehr nur um die ursprüngliche Entscheidung, die du treffen willst. Dann geht es auch um das. dass du das Vertrauen in dich selbst verloren hast. Vielleicht glaubst du, dass du erst dann etwas aussprechen darfst, wenn du bereits einen vollständigen Plan hast, wenn du weißt, was danach kommt, wie du es finanzierst, wo du leben wirst, wie die anderen reagieren werden. ob du in einem Jahr noch immer davon überzeugt sein wirst. Aber vielleicht ist das ehrlich gesagt zu viel von dir verlangt. Du musst nicht den gesamten neuen Weg kennen, um anzuerkennen, dass der alte nicht mehr stimmt. Du musst heute nicht wissen, wie dein Leben in einem Jahr aussieht. Du darfst zunächst einfach einmal ehrlich zu dir sein und dir sagen, so möchte ich nicht weitermachen. Das ist noch keine Kündigung an dein Leben, keine Trennung, kein Abschied. Es ist zunächst nur ein ehrlicher Satz zu dir selbst, aber genau das ist es. dieser Satz verändert alles. Denn in dem Moment, in dem du ihn aussprichst, hörst du auf, deine eigene Wahrnehmung zu verleugnen. Diese Sommerpause war nämlich gar nicht geplant von mir, wenn ich ehrlich bin. Und trotzdem kam... immer wieder etwas vermeintlich Wichtigeres dazwischen. sodass ich hier einfach nicht mehr weitergemacht habe. Im Nachhinein habe ich gesehen, warum mir diese Steine in den Weg gelegt wurden. Denn dadurch bekam ich die Klarheit, wer du eigentlich wirklich bist, was dich wirklich beschäftigt und wo ich mich selbst Tag für Tag blockiert habe. Ich glaube, wir erkennen manche Entscheidungen erst rückblickend. Nicht, weil sie vorher nicht da sind, sondern weil wir lange und viel zu lange versucht haben, sie in eine Form zu bringen, die keine Konsequenzen hat. Die Wahrheit auszusprechen. ohne sofort zu handeln, ist wie ein Widerstand, den du vielleicht gerade in dem Moment spürst. Vielleicht denkst du, ich kann doch nicht einfach alles hinschmeißen, nur weil sich etwas in mir nicht mehr richtig anfühlt. Und das musst du auch nicht. Ehrlich gesagt, verlangt nicht immer. Alles sofort eine Handlung. Du kannst deine Wahrheit zunächst anerkennen, ohne am selben Tag dein gesamtes Leben zu verändern. Du kannst sagen, ich bin so nicht mehr glücklich. Ich möchte diese Verantwortung nicht mehr länger tragen. Diese Rollen. passen einfach nicht mehr zu mir. Ich brauche etwas anderes. Ich weiß noch nicht, wie es weitergeht, aber ich weiß, dass es so nicht bleiben soll. Das, meine Liebe, sind keine fertigen Lösungen, aber es sind ehrliche Ausgangspunkte. Und vielleicht ist genau das dein erster Schritt. nicht die perfekte Entscheidung zu treffen, sondern aufzuhören, so zu tun, als würdest du die Frage noch nie gehört haben. Und wenn du möchtest, nimm dir nach dieser Folge einen Moment Zeit. Nicht um sofort einen Plan zu haben, nicht für eine Pro- und Kontrollliste und auch nicht, um eine Entscheidung zu treffen, für die du im Grunde noch gar nicht bereit bist. Frag dich nur, welche Entscheidung behandle ich noch wie eine offene Frage, obwohl ich ihre Antwort längst in mir spüre und dann Beobachte, was in dir passiert. Welche Antwort kommt zuerst, noch bevor dein Körper beginnt sie zu erklären, zu relativieren oder zurückzunehmen? Vielleicht ist diese erste Antwort nicht die vollständige Wahrheit, aber sie ist der Anfang eines ehrlichen Gesprächs. mit dir selbst. Du musst heute noch nichts verändern, aber du darfst aufhören, dich von deiner eigenen Antwort zu verstecken. Denn manchmal beginnt ein neues Leben nicht mit einer großen Entscheidung. Manchmal beginnt es mit einem Satz, den du endlich von dir selbst aussprichst. Danke, dass du heute hier warst und vielleicht hören wir uns in der nächsten Folge wieder.